IGAplus-Tagung 2020


IGAplus veranstaltet am 2. April 2020 eine Tagung zu neuen Standards für private Vollzugseinrichtungen, die im Kultur- & Kongresshaus Aarau stattfinden wird. Institutionen des aussenorientierten Vollzugs, die sich an der Schnittstelle zur Freiheit bewegen und ein entsprechendes Übergangsmanagement leisten müssen, bedürfen spezieller Konzepte und Standards. Es gilt, Anforderungen der Risikoorientierung, sozialen Integration und des Case Management möglichst zu verschmelzen. Hinzu kommen bei privaten Einrichtungen Besonderheiten auf Grund der nichtstaatlichen Trägerschaft. IGAplus hat im Auftrag des Strafvollzugskonkordats Nordwest- und Innerschweiz NWI nun neue Standards für private Vollzugseinrichtungen erarbeitet, die im Rahmen der Tagung vorgestellt werden. Details zur Veranstaltung entnehmen Sie bitte der Ausschreibung. Auf Grund einer Förderung durch das Schweiz. Kompetenzzentrum für den Justizvollzug SKJV ist für eingeladene Institutionen die Teilnahme einer Person kostenlos (weitere Personen je 100 Fr. Kostenbeitrag). Die Teilnehmendenzahl ist auf 100 Personen begrenzt. Anmeldeschluss ist der 15.03.2020. 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Tagungsadministration unter tagungen@igaplus.ch oder 044 311 80 00 (team72).

Anmeldung:


Tagung resoz19


Die dritte Tagung zur Resozialisierung Straffälliger “resoz19” mit Fokus auf einen Masterplan Resozialisierung 2020 fand am 28.03.2019 mit rund 200 Teilnehmenden im Zürcher Toni-Areal statt. Weil IGAplus seit 2018 Kooperationspartnerin der resoz-Tagungen ist, verweisen wir für Details zur Veranstaltung gerne auf resoz.ch.


IGAplus-Tagung 2018


Die Tagung 2018 der IGAplus war dem Thema «Übergangsmanagement» gewidmet und fand mit rund 50 Teilnehmenden in der Strafanstalt Witzwil statt. Mit Wolfgang Wirth, Leiter des Kriminologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen, referiete ein absoluter Fachmann auf diesem Gebiet. Er konnte für seinen Input auf einen reichen Fundus an Zahlen und Statistiken zurückgreifen, die im grössten deutschen Bundesland, das in 36 Justizvollzugsanstalten 16‘000 inhaftierte Personen betreut, seit vielen Jahren systematisch erhoben werden. Die Hälfte aller Rückfälle, so belegte Wirth, geschehen innerhalb eines halben Jahres nach der Entlassung aus dem Volllzug. Wenn es gelinge, diese ersten sechs Monate straffrei zu überbrücken, sei schon sehr viel erreicht. Die Gestaltung des Übergangs müsse dabei mehr sein als die klassische Entlassungsvorbereitung durch die Sozialdienste in den Anstalten. Wolfgang Wirth plädierte mit Nachdruck dafür, dass ein eigentliches Netzwerk aufgebaut wird, in dem die Fachleute in den Anstalten, aber auch nachgelagert in den Gemeinden oder in den Arbeitsvermittlungszentren eng miteinander zusammenarbeiten, so dass Massnahmenpläne gewissermassen in die Zeit nach der Haftentlassung verlängert werden können. Wie so oft bei einer solchen Fach- und Zuständigkeitsgrenzen überschreitenden Zusammenarbeit sei dabei das Entwickeln einer gemeinsamen Sprache von grösster Bedeutung. Auch brach Wirth eine Lanze für eine empirische Erfolgskontrolle, da letztlich nur über Zahlen Erfolge gezeigt und damit der Diskurs über den Strafvollzug versachlicht werden könne.