Tagung resoz19 am 28.03.2019


Die dritte Tagung zur Resozialisierung Straffälliger “resoz19” findet am 28.03.2019 im Zürcher Toni-Areal statt. Die IGAplus ist neu Kooperationspartnerin der resoz-Tagungen, weshalb wir für weitere Details gerne auf resoz.ch verweisen. Besonders empfohlen sei Workshop 4 zur Rückkehr in die Gesellschaft, der durch unsere Mitglieder JVA Realta und Stiftung Satis gestaltet wird.


IGAplus-Herbsttagung 2018


Tagungsthema:

Das Management des Übergangsmanagements

Referent:

Wolfgang Wirth, Leiter des Kriminologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen

Zusammenfassung:

Die Herbsttagung 2018 der IGAplus war dem Thema «Übergangsmanagement» gewidmet. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus neun IGAplus-Institutionen waren dafür ins Berner Seeland in die Strafanstalt Witzwil gereist. Dem IGAplus-Vorstand war es gelungen mit Wolfgang Wirth, Leiter des Kriminologischen Dienstes Nordrhein-Westfalen, einen absoluten Fachmann auf diesem Gebiet als Referenten zu gewinnen. Wirth konnte für seinen Input auf einen reichen Fundus an Zahlen und Statistiken zurückgreifen, die im grössten deutschen Bundesland, das in 36 Justizvollzugsanstalten 16‘000 inhaftierte Personen betreut, seit vielen Jahren systematisch erhoben werden. Die Hälfte aller Rückfälle, so belegte er, geschehen innerhalb eines halben Jahres nach der Entlassung aus dem Volllzug. Wenn es gelinge, diese ersten sechs Monate straffrei zu überbrücken, sei schon sehr viel erreicht. Die Gestaltung des Übergangs müsse dabei mehr sein als die klassische Entlassungsvorbereitung durch die Sozialdienste in den Anstalten. Wolfgang Wirth plädierte mit Nachdruck dafür, dass ein eigentliches Netzwerk aufgebaut wird, in dem die Fachleute in den Anstalten, aber auch nachgelagert in den Gemeinden oder in den Arbeitsvermittlungszentren eng miteinander zusammenarbeiten, so dass Massnahmenpläne gewissermassen in die Zeit nach der Haftentlassung verlängert werden können. Wie so oft bei einer solchen Fach- und Zuständigkeitsgrenzen überschreitenden Zusammenarbeit sei dabei das Entwickeln einer gemeinsamen Sprache von grösster Bedeutung. Auch brach Wirth eine Lanze für eine empirische Erfolgskontrolle, da letztlich nur über Zahlen Erfolge gezeigt und damit der Diskurs über den Strafvollzug versachlicht werden könne.

Anmeldung: