Intensive Strategie-Arbeit

Alles ist in stetem Wandel, natürlich auch der Straf- und Massnahmenvollzug in der Schweiz. Auch die IGA plus ist dabei gefordert, auf neue Veränderungen zu reagieren. Sie tut dies mit einer neuen Strategie, welche in intensiver Arbeit im Vorstand vorbereitet worden ist und an der Frühlingstagung der IGA plus in Basel verabschiedet wurde.

Werte der Menschen im Strafvollzug

Werte spielen für das Zusammenleben einer Gesellschaft eine grosse Rolle. Und der Strafvollzug macht da natürlich keine Ausnahme. An der Herbsttagung der IGA plus wurde den rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Zwischenergebnisse einer Nationalfondsstudie vorgestellt, die die Werte von Inhaftierten aber auch des Vollzugspersonals untersucht.

Das Eigene und das Fremde verstehen

Kulturelle Unterschiede, die schnell zu Missverständnissen führen, sind auch im Straf- und Massnahmenvollzug ein wichtiges Thema. An der diesjährigen Frühlingstagung widmeten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der IGA plus-Institutionen diesen kulturellen Unterschieden und arbeiteten an einer möglichen Strategie zur Konfliktbewältigung.

Vom Vieraugen- zum Vielaugenprinzip

Bereits an der Frühlingstagung der IGA plus haben sich die Teilnehmenden intensiv mit dem Thema "Risikoorientierter Sanktionenvollzug" beschäftigt. Stand im Frühling die Theorie im Vordergrund, behandelten die rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Herbsttagung die ROS-Praxis im Arbeitsexternat.

Je höher das Risiko, desto intensiver die Betreuung

Die diesjährige Frühlingstagung der IGA plus fand erstmals im Centre Löwenberg in Murten statt. Neben einigen statutarischen Geschäften setzten sich die rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den IGA plus-Institutionen mit dem Thema "Risikoorientierter Sanktionenvollzug" auseinander.

Gewalttäterbehandlung auf kanadische Art

An der Frühlingstagung der IGA plus war den Teilnehmenden das in Kanada entwickelte "Reasoning and Rehabilitation Programm" (R&R) vorgestellt worden. An der Herbstagung wurde das Thema nochmals vertieft. Ausserdem erhielten die Teilnehmenden einen interessanten Einblick ins kanadische Strafvollzugssystem.

Über das Denken das Verhalten ändern

Die diesjährige Frühlingstagung der IGAplus in Fribourg war dem Thema «Gewalt und Gewaltstraftäterbehandllung» gewidmet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der IGAplus-Institutionen setzten sich dabei vor allem mit den Faktoren auseinander, welche zu einer erfolgreichen Behandlung beitragen können.

Das Einmaleins der Gesprächsführung

Die beiden Tagungen der IGAplus im Jahr 2014 widmeten sich der Frage, wie mit Gesprächstechniken die Therapiemotivation von Klientinnen und Klienten im Straf- und Massnahmenvollzug ver- bessert und dadurch Veränderungen angestossen werden kön- nen. Als Referentin gewährte Annika Gnoth interessante Einblicke in ihre Arbeit an der Klinik für Forensische Psychiatrie Rheinau.

Vertiefter Einblick in die Milieutherapie

An der Herbsttagung der IGAplus vor einem Jahr erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch Bernd Borchard, dem Leiter der Forensisch-Psychiatrischen Abteilung in der Justizvollzugs- Anstalt Pöschwies, Einblicke in die Praxis der Milieutherapie. Ein Jahr später wurde dieser Input nun vertieft und anhand eines anonymisierten Beispiels konkretisiert.

Mit motivorientierter Kommunikation zum Ziel

Die diesjährige Frühlingstagung der IGAplus war dem Thema «Motivorientierte Beziehungsgestaltung» gewidmet. Die Teilneh- merinnen und Teilnehmer der IGAplus-Institutionen setzten sich dabei vor allem mit der Frage auseinander, wie eine zielführende Kommunikation mit destruktiven Klientinnen und Klienten aufge- baut werden kann.

Interessante Einblicke in die Milieutherapie

An der diesjährigen Herbsttagung der IGAplus erhielten die Teil- nehmerinnen und Teilnehmer aus den IGAplus-Institutionen einen Einblick in die Praxis der Milieutherapie. Bernd Borchard, der Leiter der Forensisch-Psychiatrischen Abteilung in der Justizvoll- zugs-Anstalt Pöschwies, zeigte anschaulich auf, nach welchen Grundsätzen sein Team Strafttäter behandelt.

Trockenes Thema spannend vermittelt

An der diesjährigen Frühlingstagung der IGAplus setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der IGAplus-Institutionen mit dem Thema «Aktenführung und Berichterstattung» auseinander. Was trocken tönt, ist aber für die Arbeit im strafrechtlichen Kontext nicht nur wichtig, der Referent zeigte zudem, dass das Thema auch spannend vermittelt werden kann.

Praktische Einblicke in die Konfrontationstechnik

Wie bereits anlässlich der Frühlingstagung beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der IGAplus-Herbsttagung in der JVA Realta mit dem Trainingsprogramm «Anti-Sexuelle-Agressi- vitäts-Training Suisse» (ASAT Schweiz). Doch während im Frühling die Theorie im Zentrum stand, so war es diesmal die Praxis.

Arbeiten mit Sexualstraftätern

An der traditionellen Frühlingstagung der IGAplus setzten sich die rund 30 Teilnehmenden anhand von Theorie und Praxisbeispielen mit «ASAT Suisse» auseinander, einem speziellen Lern- und Trainingsprogramm für den Umgang mit Sexualstraftätern.

Mit Risikoorientierung die Rückfallprävention stärken

An der Herbsttagung der IGAplus in Witzwil setzten sich rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem neuen Modell des «Risikoorientierten Sanktionenvollzugs» auseinander. Neben dem Modell standen auch erste Erfahrungsberichte zur Diskussion.

Schuldensanierung im Arbeitsexternat

Anlässlich der Frühlingsfachtagung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der IGAplus in Fribourg, standen dieses Jahr Fragen aus der Budget- und Schuldenberatung im Zentrum. Anhand einiger Beispiele wurde dabei gezeigt, wie eine Schuldensanierung auch im Strafvollzug erfolgreich angegangen weden kann.

Kernkultur in der Klientenarbeit

Zweimal im Jahr veranstaltet die IGAplus eine Fachtagung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ihr angeschlossenen Institutionen. Dieses Jahr stand an beiden Tagungen die Frage im Zentrum, wie interkulturellen Missverständnissen im Straf- und Massnahmenvollzug begegnet werden kann.

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