Ziele

Das Arbeitsexternat dient der gezielten Vorbereitung auf den Wiedereintritt in die Gesellschaft und dem Berufsleben, wie auch zur Optimierung der eventuellen bestehen-den Beziehungspflege der AEX-Eingewiesenen. Gleichzeitig ist es eine Bewährungszeit vor einer möglichen bedingten Entlassung. Der Eingewiesene sollte sich dabei mit dem Wiedereinstieg in die Gesellschaft, dem Arbeitsprozess, seinen Freiheiten, dem Budget, positiv damit auseinandersetzen können. Zur Erreichung dieser Ziele, finden regelmässige Vollzugsgespräche statt.

Zusammenleben

Unsere Haltung den Eingewiesenen gegenüber ist wohlwollend, unser Verhalten ist situationsgerecht. Wir versuchen mit unserem Engagement, die Eingewiesenen positiv zu beeinflussen und ihre soziale Kompetenz zu fördern. Wir wollen ihnen das Rüstzeug mitgeben, damit sie nach der Entlassung ein deliktfreies Leben führen und Verantwortung für ihr Handeln übernehmen können. Wir schränken die Rechte der Eingewiesenen nur so weit ein, als es der Freiheitsentzug und das Zusammenleben in Vollzugseinrichtungen erfordern.

Aufnahmebedingung

Die Vollzugsleitung entscheidet über die Aufnahme eines Eingewiesenen welcher aus einer anderen Vollzugsanstalt kommt, ob ein Eintritt ins Arbeitsexternat möglich ist. Sie stützt sich dabei auf den Einweiser, die Anmeldeunterlagen und einem persönlichen Gespräch mit dem AEX-Anwärter. Die Anmeldung erfolgt grundsätzlich durch die Institutionsleitung/Sozialdienst der Vollzugsinstitution in welcher sich der Eingewiesene befindet. Direkte Aufnahmegesuche von AEX-Anwärtern werden nicht behandelt.

- Ein Arbeits- oder Anstellungsvertrag (muss in der Regel) vorliegen
- Abschluss einer Haftpflichtversicherung
- Schriftliche Zustimmung zur individuellen Vollzugs- bzw. Aufenthaltsvereinbarung
- Einverständnis mit AEX-Regelung bzw. Hausordnung

Arbeit und Beruf

Der Arbeitgeber wird über die Vollzugsform Arbeitsexternat informiert. In einer Vereinbarung zwischen Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Institutionsleitung werden die für die Zusammenarbeit notwendigen Abmachungen getroffen. Ein Arbeitsplatzwechsel ist nur mit Zustimmung der Institutionsleitung möglich. Zudem muss die einweisende Institution bzw. Behörde informiert werden.

Urlaubsregelung

Die Strafvollzugskonkordate haben in Bezug auf die Gewährung von Ausgang und Urlaub zum Teil voneinander abweichende Regelungen.